Rebsorten

Rebsorten

Unsere bevorzugten Rebsorten sind:

Kerner, Bacchus, Silvaner, Gutedel, Weißburgunder, Müller-Thurgau, Riesling, Blauer Zweigelt und Acolon.

Kerner

Kerner wurde 1929 aus Trollinger- und Rieslingtraube neu gezüchtet. Bei uns wächst Kerner zu einem frisch-fruchtigen, rieslingartigen Wein mit einer leichten Apfel-Pfirsich-Note heran. Die trockene Spätlese ist kräftig und nussartig im Geschmack – ein guter Partner zu kräftigem Braten und gehaltvollem Essen.

Bacchus

Bacchus, der Gott des Weines, gab dieser modernen, sehr fruchtbaren Rebsorte den Namen. Sie verbindet die Vorzüge von Silvaner, Riesling und Müller-Thurgau in sich, aus denen sie gezüchtet wurde. An Saale und Unstrut entwickelt die Bacchus-Traube einen lebhaften, fruchtigen Geschmack. Unverkennbar ist die Abkunft des Bacchus vom Riesling, dessen blumige Muskatnote er übernimmt. Ein dezenter Hauch von Kümmel verfeinert das Bukett des glanzhellen Weines, der für Freunde eines frischen und doch würzigen Rebensaftes genau das Richtige ist.

Silvaner

Silvaner ist wahrscheinlich in Transsylvanien (Siebenbürgen) beheimatet. Im Mittelalter wurde dieser Wein auch »hutschen Wein« und »frentschen Wein« genannt, was wiederum auf eine französische Herkunft hindeutet. Sicher ist, dass die Silvaner-Rebe etwa um 1670 über Österreich nach Deutschland kam. Silvaner muss man entdecken, denn die geschmacksneutralen, in ihrem Bukett kaum hervorstechenden Weine haben es in der Vielzahl temperamentvoller, markanter Rebsorten nicht leicht. Doch wie bei allen Weinsorten ist auch der Charakter der Silvanertraube und des aus ihr gekelterten Weines vom Boden abhängig, auf dem sie wächst. Silvaner kann bei uns zu einem relativ neutralen Wein mit höchster Qualität ausgebaut werden, der den Genießer an Basilikum, Holunder und Rosenblüten denken lässt.

Gutedel

Gutedel  – eine der ältesten Weißweintrauben wurde bereits vor 2.800 Jahren in Ägypten angebaut. Die Römer, so wird angenommen, haben die Reben nach Europa gebracht. Seit dem 17. Jahrhundert wächst der Weiße Gutedel auch in Deutschland. Er liefert eine äußerst wohlschmeckende Tafeltraube, die süffige, leichte Weine ergibt. Der Weiße Gutedel ist eine besondere Spezialität unseres Anbaugebietes, der sich dem Liebhaber als ein neutraler, angenehm leichter Wein präsentiert.

Weißburgunder

Weißburgunder – die grüntraubige Rebsorte aus der Burgunderfamilie, ist eine alte, weiße Mutation aus verschiedenen Burgunderreben. Frankreich gilt als Ursprungsland der Traube, die man dort seit dem 14. Jahrhundert als Pinot blanc kennt. An Saale und Unstrut ist die Burgundertraube  zunehmend heimisch geworden. Sie erbringt hier pikante, fruchtige Weine mit feinen Apfel-, Aprikosen- und Minzenaromen.

Müller-Thurgau

Müller-Thurgau – eine Kreuzung zwischen Riesling und Gutedel, wurde 1882 von Prof. Dr. H. Müller aus Thurgau gezüchtet. Längst hat sein dezenter, exklusiver Muskatton, der anfänglich nicht sehr geschätzt wurde, die Herzen der Weinkenner erobert. Mit zunehmender Reife geht das typische Müller-Thurgau-Bukett etwas verloren und bei Spätlese nimmt der Wein sogar einen edlen, rieslingähnlichen Charakter an. An Saale und Unstrut entstehen aus Müller-Thurgautrauben leichte, elegante, muskatbetonte Weine, die nach Äpfeln, schwarzen Johannisbeeren und grünen Wallnüsse duften.

Riesling

Riesling, ist die edelste Weißweinsorte und die wohl bekannteste deutsche Rebe. Vermutlich am Oberrhein aus Wildreben entstanden, verbreiteten sich die grüngelben Trauben seit der Mitte des 15. Jahrhunderts über ganz Deutschland. Heute wer-den aus der Rieslingtraube Weine aller Qualitätsstufen gewonnen. Unser Riesling ist ein lebendiger, frisch-spritziger Wein mit einem auserlesenen Pfirsich-Aprikose-Bukett und zartem Mandelton. Je nach Jahrgang entstehen aus seinen Trauben anregend fruchtige Tischweine oder edelste Spitzenweine mit Rasse und Eleganz.

Zweigelt

Zweigelt – im traditionsreichen Weinland Österreich aus den Rebsorten St. Laurent und Blauer Lemberger gezogen, wurde der Zweigelt nach seinem Züchter benannt. An Saale und Unstrut ist die rötliche Traube erst seit kurzem heimisch. Aus ihr gewinnen wir einen körperreichen Wein, der dem  Burgunder ähnelt. Sein Aroma ist allerdings kräftig genug, um es mit einem Gänsebraten aufzunehmen.


Acolon

Die im württembergischen Weinsberg, 1971 an der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau gezüchtete Rotweinsorte hat innerhalb weniger Jahre einen Platz im deutschen Rotweinsortiment erobert. Acolon ist eine eine erfolgreiche Züchtung aus den Rebsorten Lemberger x Dornfelder. Die Rebsorte reift früh, erreicht eine hohe Farbintensität und beachtliche Mostgewichte. Neben feinen Fruchtaromen weisen die Weine eine gute Struktur und Länge, aber meist nur eine dezente Gerbstoffnote auf. Bei uns erfolgt der Ausbau im Barrique. Die Weine passen zu nicht allzu schweren bis kräftigen Fleischgerichten.